DER KEUSCHHEITSGÜRTEL ist eine Erfindung der Renaissance, allenfalls Freunde sadomasochistischer Praktiken fügen ihn heute noch in ihr Sexleben ein. Jetzt lebt der Keuschheitsgürtel  ein Comeback, und zwar in Indonesien: Massagesalons in der Ferienstadt Batu in Ostjav haben durchgesetzt, dass die weiblichen Angestellten in einer Uniform mit Vorhängeschloss über dem Bauchnabel Kunden  durchkneten, der Schlüssel wird vom Besitzer aufbewahrt. Hintergrund für diese Maßnahme ist die Schließung der städtischen Bordelle durch lokale Behörden, was zu einer starken nachfrage nach käuflichen Sex in serösen Massageinstituten führte.

Ziel ist es Masseurinnen vor aufdringlichen Kunden zu schützen und ihnen ein sicheres Gefühl  zu geben. Die indonesische Ministerin für Frauenrechte jedoch verurteilte die Maßnahme als beleidigend für Frauen, es sei der falsche Weg, um Prostitution zu verhindern. Man würde nicht die moralische Anständigkeit aufrechterhalten sondern die Masseurinnen wie Prostituierte behandeln. Trotzdem überlegt die Touristenbehörde im Kampf gegen Prostitution und Moralverfall in seriösen Massagesalons Keuschheitsgürtel einzusetzen.

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